"Wohin muss ich gehen?", 
fragte Alice. 

"Das kommt darauf an, wo Du ankommen willst.",
sagte die Katze. 

"Wo?
Ach, das ist mir eigentlich egal.",
erwiderte Alice. 

                    "Dann ist es auch egal, wohin Du gehst.",
sagte die Katze.

 


Laß dem anderen die Freiheit, seinen eigenen Weg zu gehen.
Laß ihm Ruhe, laß ihm Zeit, die Welt aus seiner Sicht zu sehen.
Weißt du denn, ob dein Weg richtig für den anderen wohl sei?
Was für dich vielleicht noch wichtig, ist bei ihm schon längst vorbei.
Drum dräng' ihn nicht, nach deiner Norm seine Welt sich zu gestalten;
auch er hat eine rechte Form, um sein Leben zu erhalten.
Zwing ihm nicht dein Wissen auf, das du selbst nicht recht verstehst;
laß ihm seinen freien Lauf, wenn du gemeinsam mit ihm gehst.
Hör auch des anderen Meinung an, erdrück' sie nicht mit deinem Sprechen;
und ist selbst bitt'rer Wermut dran, sei stets bereit, auch zu vergessen.

(AutorIn?)



Wenn ich eine Sache ständig aufschiebe, dann nicht unbedingt deshalb,
weil ich sie hinauszögern will; vielleicht habe ich eine Entscheidung schon getroffen,
mir selbst aber noch nicht eingestanden.

Judith M. Knowlton


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